Leitbild des tim
Das tim versteht sich als ein museales „Laboratorium der Moderne“, das allen interessierten Menschen in der Auseinandersetzung mit der bayerischen Textilgeschichte zahlreiche Erfahrungsmöglichkeiten von Bildung, Wissen, Reflexion, Kreativität und Freude eröffnet – gleich ob mit analogen oder digitalen Mitteln.
Das Staatliche Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) hat den Auftrag, das historische Erbe der bayerischen Textilindustrie vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart in seinen globalen Zusammenhängen zu bewahren, zu erforschen und zu vermitteln. Das mit vielen nationalen wie internationalen Preisen ausgezeichnete Museum hat sich als ein führendes Textilmuseum Deutschlands etabliert und zählt zu den renommiertesten Institutionen seiner Art in Europa. Der Museumsbau verbindet historische Industriearchitektur mit moderner Ausstellungsgestaltung.
Die Sammlung mit mehreren Hunderttausend Objekten stellt eine einzigartige Ressource zur Erforschung der bayerischen und europäischen Textilgeschichte dar. Schwerpunkte bilden historische Textilien, Maschinen, Mode, Design, Stoffmuster, Fotografien, Firmenarchive sowie weitere Zeugnisse der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Industrialisierung – das Museum umfasst demnach die Geschichte der Arbeiter- wie der Unternehmerschaft gleichermaßen. Teile der Sammlung gehören zum nationalen Kulturgut der Bundesrepublik Deutschland. Besonders hervorzuheben sind die funktionsfähigen historischen Web- und Strickmaschinen, die im laufenden Betrieb vorgeführt werden und den Produktionsprozess der Textilindustrie anschaulich erfahrbar machen.
Die Vermittlungsarbeit orientiert sich an den Prinzipien von Partizipation, Inklusion und Nachhaltigkeit. Als „dritter Ort“ mit sozialer Ausrichtung stellt das Museum die Besucherinnen und Besucher – analog wie digital – in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Vermittlungsangebote richten sich an Schulklassen, Familien, Jugendliche und internationale Zielgruppen und umfassen Workshops, Mitmachformate, digitale Anwendungen und interaktive Stationen.
Die szenografisch aufwendig gestalteten Sonderausstellungen widmen sich der Vielfalt textiler Themen und verbinden die bayerische Textilgeschichte mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen. In seiner Web- und Vermittlungsabteilung arbeitet das Museum regelmäßig mit zeitgenössischen Kunst- und Designschaffenden zusammen und versteht sich als offenes Forum gesellschaftlicher und kultureller Debatten. So hat sich der Ort auch als gefragte Veranstaltungslocation etabliert.